Corona Pandemie - MEISTERN wir die Krise gemeinsam!

#shkcontracorona
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Das öffentliche Leben in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Virus-Pandemie grundlegend verändert. Das soziale und gesellschaftliche Miteinander ist davon ebenso schwerwiegend betroffen wie die Wirtschaft im Allgemeinen. Keine Branche bleibt davon unberührt, auch die SHK-Branche nicht.
Mit Informationen von Branchen-Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Branchenverbänden und von uns recherchierten Inhalten stellen wir unter nachfolgenden Punkten für Sie ein umfangreiches und neutrales Informations-Hub zur Verfügung, das möglichst viele Fragen rund um die Betriebsführung, ihre Ausführungsleistungen und Perspektiven beantworten soll. 

Wir laden Sie ALLE ein, helfen auch Sie mit und senden Sie uns Ihre Hinweise und Anregungen rund um diese Corona-Krise. Auch gerne Ihre Fragen, die nachfolgend in der Community gestellt werden. 
Wir freuen uns über ihre Zusendungen unter n.klein@krs-redaktion.de oder t.burska@krs-redaktion.de.
Vielen Dank! 

Bleiben Sie gesund und nehmen wir Corona in die Zange. Und MEISTERN die Krise gemeinsam! #shkcontracorona

Wir haben die Informationen nach Kategorien zusammengefasst. Mit einem Klick auf die Kategorie gelangen sie direkt zu den dazugehörigen Informationen:

  1. Aktuellste Informationen
     
  2. Ihre Fragen, Antworten, Hinweise
     
  3. Informationen für Ihr Tagesgeschäft
     
  4. SHK Branche systemrelevant
     
  5. Informationen, die Verbände des Handwerks zur Verfügung stellen
     
  6. Informationen zu den Hilfs- und Unterstützungspaketen von Bund, Ländern sowie der Finanz- und Arbeitsagenturen
     
  7. Gefährdung des Geschäftsbetriebes: 10 generelle Tipps
     
  8. Services und Informationsangebote des SHK-Großhandels
     
  9. Services und Informationsangebote der SHK-Industrie
     
  10. Statements und Aktionen aus der Branche zur Corona Krise

 


 

1. Aktuellste Informationen

Online-Schulungen neuer Schwerpunkt der Zehnder Akademie

Zehnder Schulungs Motiv

(Foto: Zehnder)

Die Zehnder Akademie erweitert ihr Schulungsangebot: Am 02. Juni 2020 ist der Startschuss für eine erste 3-monatige Online-Schulungsreihe. Weitere Schulungen sind zudem bereits in Planung und werden sukzessive in das Schulungsprogramm der Zehnder Akademie aufgenommen. Im ersten Schritt bietet Raumklimaspezialist Zehnder zunächst 12 verschiedene Schulungsthemen mit Schwerpunkt auf die Wohnraumlüftung an. Themen wie die kürzlich geänderte DIN 1946-6 oder die Konzeption und Inbetriebnahme eines Lüftungssystems werden dabei praxisorientiert vermittelt. Jedes Thema wird außerdem zu unterschiedlichen Wochentagen und Tageszeiten angeboten – so kann die Teilnahme ganz flexibel und nach individuellen Bedürfnissen in den Arbeitsalltag integriert werden. Die Zehnder Online-Schulungen sind dabei an 72 verschiedenen Terminen verfügbar. Zielgruppen sind neben dem Fachhandwerker auch Architekten, Planer und Großhändler. Alle Informationen rund um die Schulungsthemen, zur Online-Anmeldung sowie ein Überblick über die Schulungs-Termine gibt es unter

 www.zehnder-systems.de/akademie

Querschiesser Unternehmensberatung: Effekte der Corona-Krise auf das SHK-Handwerk (Update 27.04.2020)

QS270420

Mit der gefühlten Krise scheint die Branche über den Berg zu sein. Die Quote der Handwerker, die mit Lieferenpässen zu kämpfen hat, verharrt bei 30%. Die Quote der Betriebe, die mit Auftragsverschiebungen konfrontiert wurde, geht leicht zurück. Vermutlich ist das, was verschoben werden konnten, bereits verschoben. Jetzt trifft es vermutlich mehr die Akquise neuer Aufträge. Die Quote der Betriebe, die für die SHK-Branche einen Konjunkturknick erwarten, ist ebenfalls rückläufig. Der Schreck war vermutlich größer als der Effekt. Die erwartete Rückgangshöhe ist ebenfalls rückläufig. Das SHK-Handwerk hat seinen Weg für den Umgang mit der Krise scheinbar gefunden. Keine Entwarnung, aber Hinweise, dass die gefühlte Lage schlimmer als die tatsächliche war.

GC Gruppe; G.U.T.-Gruppe: Was bedeuten die teilweisen Lockerungen der Corona-Auflagen für ABEXe, was für die ELEMENTS-Ausstellungen?

Waren die ABEXe auch bisher weitestgehend und stets unter Einhaltung der gebotenen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen geöffnet, haben ab dem 20. April nun auch wieder die bundesweiten ELEMENTS-Ausstellungen weitestgehend geöffnet. Vor dem Hintergrund der für jede Region spezifischen behördlichen Anordnungen bitten die GC- und die G.U.T.-GRUPPE ihre Kunden jedoch, sich vor einem Besuch zunächst direkt bei ihrem jeweiligen Partnerhaus vor Ort über den individuellen Stand zu informieren.

ABEXe: Die GC-GRUPPE und die G.U.T.-GRUPPE sorgen mit ihren ABEXen weiter für höchste Flexibilität auf der Baustelle. Die ABEXe haben – vorbehaltlich möglicher anderer regionaler Anordnungen - für ihre Kunden geöffnet, damit die Haustechnik weiter funktioniert. Klar ist aber auch: Ohne die Unterstützung aus dem Fachhandwerk wird das nichts. Deshalb werden ABEX-Kunden darum gebeten, gemeinsam mit den Mitarbeitern darauf zu achten, dass sich nicht mehr als fünf Kunden gleichzeitig iim ABEX aufhalten und diese sowohl den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Metern als auch die vorgegebenen Schutzmaßnahmen (u.a. Desinfizieren der Hände) einhalten.

Ausstellungen:  An den allermeisten Standorten sind die ELEMENTS Ausstellungen wieder geöffnet. Die Beratung erfolgt vorzugsweise nach Termin und ab sofort auch wieder samstags zu den üblichen Öffnungszeiten. ELEMENTS befolgt streng die gebotenen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden. Dazu gehören die konsequente Kontrolle über die Anzahl gleichzeitig anwesender Personen in den Ausstellungen, die strikte Einhaltung der Abstandsregelungen sowie der entsprechenden Hygienemaßnahmen. Jede Ausstellung hat dafür sichere Vorkehrungen getroffen wie etwa genaue Abstands-Beschilderungen und – streifen am Boden sowie die Bereitstellungen von Desinfektionsmitteln schon im Eingangsbereich und an anderen relevanten Stellen der Ausstellung. Ausstellungsmöbel und Produkte ebenso wie die Beratungsplätze werden selbstverständlich engmaschig und nach Kontakten gründlich desinfiziert.

VdZ: Gesamte SHK-Branche ist als Teil der KRITIS anerkannt

Pietsch

Dr. Michael Pietsch, Präsident  der VdZ

Die gesamte SHK-Branche ist von der Bundesregierung als Teil der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) eingestuft worden. Industrie, Großhandel und Handwerk der Heizungsbranche gelten folglich als systemrelevante Dienstleistungen. Mit den Produkten und Dienstleistungen sichert die SHK-Branche u.a. die Versorgung mit Energie, Wasser und Frischluft in Krankenhäusern, Altenheimen und anderen öffentlichen Einrichtungen oder etwa Notdiensteinsätze in Wohnhäusern. Die VdZ hatte sich Ende März mit einem Appell an die Bundesregierung gewandt und die Einstufung der gesamten Branchen gefordert. „Wir danken der Bundesregierung für ihr rasches Handeln und die Ausweitung des KRITIS-Status auf Industrie und Großhandel. Die Heizungsbranche funktioniert nur als Dreiklang von Industrie, Großhandel und Handwerk und muss als Ganzes betrachtet werden“, sagt Dr. Michael Pietsch, Präsident der VdZ. „Die nächsten Wochen und Monate werden entscheidend sein, was die Eindämmung der Pandemie und das Wiedererstarken der Wirtschaft anbelangt. Die Heizungsbranche ist hier gut aufgestellt. Durch die sehr guten Förderanreize zum Heizungstausch, die durch das Klimapaket seit Jahresanfang geschaffen wurden, sind wir optimistisch, dass wir als Heizungsbranche Konjunkturmotor der Wirtschaft werden können“, so Pietsch weiter.

Aktuelle Informationen zur Heizungsförderung: https://intelligent-heizen.info/foerderung-heizung.
 

ZVSHK Präsident Michael Hilpert: Da müssen wir durch!

 

Michael Hilpert_ZVSHK

Michael Hilpert ist Präsident des ZVSHK/ Foto: ZVSHK

Machen wir uns nichts vor: die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gehen schon jetzt an die Substanz. Betroffen sind alle Branchen, auch unser Handwerk. Umsatzrückgang, Auftragsstornierung, Personalengpass – das Virus hat den jahrelangen wirtschaftlichen Aufschwung des SHK-Handwerks jäh gestoppt.

Noch sieht es bei den rund 24.000 Innungsbetrieben nicht ganz so düster aus, wie etwa bei den Kollegen des Hotel- und Gaststättengewerbes, der Tourismusbranche oder der Automobilindustrie. Unser Handwerk ist systemrelevant im Zusammenhang mit den sogenannten kritischen Infrastrukturen. Das heißt aber nicht, es ist immun gegenüber den Folgen des Konjunktureinbruchs. Und dies ist dabei meine größte Sorge. Welches tiefe wirtschaftliche Tal tut sich für uns auf, wenn sich das gesellschaftliche Leben in Deutschland langsam wieder normalisiert? Denn noch zehren die Innungsbetriebe von dem hohen Auftragsbestand der zurückliegenden Monate. Doch der schmilzt zusammen und wird aktuell unzureichend aufgefüllt. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse aus unserer eigenen Konjunkturumfrage im SHK-Innungshandwerk. Die 1.590 bundesweit antwortenden Innungsbetriebe melden diesmal eine deutliche Stimmungseintrübung für die Gewerke Installateur und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Klempner, sowie Behälter- und Apparatebauer. Dieser negative Stimmungstrend wird durch den Rückgang des Indikators zur aktuellen Geschäftslage (Saldo von „gut“ und „schlecht“ in %) um 37,3 %-Punkte von 79,6 % auf 42,3 % sowie durch die prägnante Ausbildung eines deutlich negativen Indikators zur zukünftigen Geschäftsentwicklung für die nächsten drei Monate (mit -42,5 %) untermauert. In allen Geschäftssparten konnten entsprechende Stimmungseinbrüche gemessen werden, wobei das Badgeschäft am schlechtesten bewertet wird. Und: der Auftragsbestand ist von 12,8 Wochen im letzten Frühjahr auf 9,6 Wochen gesunken. Zudem berichten rund 60 Prozent der Betriebe von Auftragsstornierungen. Durchschnittlich ist davon mehr als ein Viertel des gesamten Auftragsbestandes betroffen. Rund ein Drittel der Betriebe beklagt Lieferprobleme bei Großhandel und Herstellern.

Das ist die Situation. Da müssen wir durch! Noch bewerten mehr als die Hälfte der Innungsbetriebe die aktuelle Geschäftslage als gut. Damit sich das nicht dramatisch ändert, bedarf es aus unserer Sicht aber mehr als die bloße Hoffnung auf Besserung. Wir brauchen seitens unserer Marktpartner aus Großhandel und Industrie eine offene Kommunikation zu möglichen Lieferengpässen und Produktionsausfällen. Wir brauchen bereits heute seitens der Politik perspektivisch wirkende Investitionsanreize für die Zeit unmittelbar nach der Krise. Wir brauchen Kunden, die ihre geplante Bad- oder Heizungsmodernisierung nicht zu den Akten legen, sondern auch in Krisenzeiten durchziehen. Den Mut dazu muss eine verlässliche, vertrauensvolle und weitblickende Politik nachhaltig vermitteln. In dieser Hinsicht sehen wir dringenden Nachholbedarf.

 


 

2. Ihre Fragen, Antworten, Hinweise

Schutzmaske tragen? 

Hallo, unter dem Motto: gemeinsam schaffen wir das hätte ich einen Vorschlag. Ich selbst bin Fahrer bei GC in Hof, also an vorderster Front tätig. Wäre es nicht sinnvoll unter dem Motto: „Mit gutem Beispiel voran“, wenn alle Mitarbeiter dieser Vereinigung eine Schutzmaske tragen würden. Zum Schutz für den anderen. Denn wenn alle eine Schutzmaske tragen,  sind auch wir geschützt. Mit freundlichem Gruß, Norbert Meyer. 

Mitarbeiter des Handwerksbetrieb Hasenkamp tragen Maske: Unter Einhaltung der Allgemeinverfügung zu kontaktreduzierenden Maßnahmen der Stadt Bochum sind unsere Handwerksteams weiterhin mit großem Engagement unterwegs. Selbstverständlich sind unsere Mitarbeiter hinsichtlich aller empfohlenen Hygienemaßnahmen geschult und entsprechend mit Desinfektionsmittel ausgestattet. Des Weiteren wurde unser gesamtes Personal (Monteure, Innendienst, Vertrieb und Gastronomie) in der vergangenen Woche mit einem "Behelf-Mund-Nasen-Schutz" (BMNS) ausgestattet. Anbei finden Sie auch das entsprechende Schreiben an unser Team. Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne die Nähanleitung zur Verfügung: info@hasenkamp-bochum.de

Auch die Heizung Sanitär Schubert GmbH mit ihrem SHK Handwerksbetrieb kann Masken anbieten. Michaela Schubert: „Es gibt in unserer Firma eine Abteilung Änderungsschneiderei, diese ist einmal durch einen großen Forderungsausfall entstanden und hat sich bewährt. Wir können sehr gern unseren Berufskollegen Nasen und Mundabdeckungen anbieten.“ Nachfolgend der Link für weitere Informationen: http://www.online-aenderungsschneiderei.de/mund-und-nasenabedeckung-behelfsmaske-gesichtsmaske-mund-shirt-nasenstoff.html

 


 

3. Informationen für Ihr Tagesgeschäft

Hygieneregeln: Schutz & Arbeit mit- und untereinander

Bitte beachten Sie die Hygieneregeln, um einer Ansteckung vorzubeugen:

- Ein bis zwei Meter Abstand zu anderen Menschen halten.

-Mehrmals täglich sorgfältig die Hände mit Seife waschen, mindestens 20 Sekunden lang. 

Richtig Händewaschen_Franke

"Richtiges Händewaschen Video": https://www.youtube.com/watch?v=mQLYFzqGBc8

Foto/Video: Franke Water Systems

- Gegenüber Kunden und Kollegen um Verständnis bitten, dass Sie auf Händeschütteln oder gar Umarmungen in dieser Zeit verzichten möchten. 

- Das Gesicht nicht mit den Händen berühren, gilt insbesondere für Schleimhäute von Mund, Augen und Nase. 

- Nicht in die Hand niesen, sondern in Armbeuge oder Taschentuch, danach direkt die Hände waschen. 

Hinweise:

- Bitte halten Sie alle von der Bundesregierung vorgegebenen Regelungen ein. 

Führen Sie vor Beginn der Arbeiten eine grundsätzliche Gefährdungsbeurteilung durch und dokumentieren Sie diese.

- Der Arbeitsschutz für Sie und Ihre Mitarbeiter steht an erster Stelle.   

- Nutzen Sie, wenn möglich, einen Mundschutz beim Kunden vor Ort, um einer Ansteckung vorzubeugen.  

- Bitte sorgen Sie dafür, dass Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten sowie Toiletten zugänglich sind.

- Der Transport von Mitarbeitern durch Gemeinschaftsbusse zur Baustelle ist untersagt. 

- Bitte hängen Sie die entsprechenden Hygiene-Regeln zugänglich und gut sichtbar auf allen Baustellen aus.

Räume regelmäßig durchlüften. 

- Benutzte Taschentücher sofort im Mülleimer entsorgen. 

- In öffentlichen Gebäuden Fahrstuhlknöpfe oder Türklinken nicht mit der nackten Hand berühren. 

- Reinigen Sie die Baustellen während und nach Beendigung Ihrer Arbeit von Taschentüchern und Zigarettenabfall.   

- Häufig berührte Oberflächen wie die Tastatur des Computers regelmäßig reinigen (Wasser und Seife reichen aus). 

Vorausschauend Planen: Alternativen zu möglichen Problemsituationen 

Im weiteren Verlauf der Pandemie kann es zu weiteren Problemsituationen kommen.

Bitte seien Sie vorbereitet auf folgende Herausforderungen:

- Die Notversorgung muss gewährleistet sein 

- Kunde kann die Rechnung nicht zahlen: Kommunizieren Sie vermehrt mit Ihren Kunden - auch über Ihre Social Media Kanäle.

- Bitte überprüfen Sie im Vorfeld Ihre Zahlungsausfall-Versicherung und vereinbaren Sie Teilzahlungen oder kürzere Zahlungsziele.

- Bitte denken Sie zudem über Finanzierungsangebote für Ihre Kunden nach.  

- Überprüfen Sie Prozesse und informieren Sie sich über Digitalangebote.

- Sprechen Sie mit Ihren Großhandelspartnern über digitale Unterstützung im Umgang mit Ihren Kunden.  

Optimieren Sie Ihre Webseite 

- Prüfen Sie aktuelle Projekte und planen Sie vorausschauend. Was kann jetzt schon geplant oder vorgefertigt werden, um nach der Pandemie schneller und effektiver Umsätze wieder aufholen zu können? 

Beratung: Telefonisch oder per Video

Versuchen Sie, wenn möglich, eine Kundenberatung per Video durchzuführen, um einer Ansteckung vorzubeugen.

Nachfolgende Dienste bieten hier beispielsweise Unterstützung:

- ZOOM

- Microsoft Teams

- Google: Hangouts

- Apple: FaceTime

Steht Ihnen oder Ihren Kunden keiner dieser Dienste zur Verfügung, nutzen Sie dann die telefonische Beratung. 

 


 

4. SHK Branche systemrelevant

SHK-Handwerksunternehmen sind Teil der sogenannten KRITIS

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat am Freitag den 27.03.2020 per Schreiben an den ZVSHK auf anmahnen des Verbandes bestätigt: „Grundsätzlich zählen die SHK-Betriebe zu diesen systemrelevanten Einrichtungen, da nach hiesigem Verständnis auch sämtliche benötigten Dienstleistungen hierzu zählen, die zur Aufrechterhaltung der jeweiligen kritischen Dienstleistung (wie z.B. Wasser – und Energieversorgung) notwendig sind.“ Die Betriebe des SHK-Handwerks gewinnen durch diese Bestätigung Sicherheit vor allem bei Notdiensteinsätzen.

BDH: Heizungsbranche schützt kritische Infrastrukturen

Die Bundesregierung hat die Heizungsbranche mit Industrie, Großhandel und Handwerk als systemrelevant für den Schutz kritischer Infrastrukturen eingestuft.

Das Gesundheitswesen und der Schutz von Senioren spielen eine zentrale Rolle für die Bewältigung der Corona-Krise. Krankenhäuser, Seniorenheime, Wohnblocks, aber auch das Eigenheim benötigen eine gesicherte Versorgung mit Wärme und Warmwasser. Diese Einstufung betrifft somit das Heizungsfachhandwerk sowie die Werkskundendienste der BDH-Mitgliedsunternehmen, die für die Versorgungssicherheit durch große Heizzentralen, Trinkwasserkaskaden und weiterer gebäudetechnischer Anlagen sorgen.

„Der BDH begrüßt diese Bestätigung durch die Bundesregierung und dankt zugleich dem SHK-Fachhandwerk, aber auch den Werkskundendiensten der Hersteller, die durch ihren Einsatz zur Sicherung der kritischen Infrastrukturen maßgeblich beitragen“, so BDH-Präsident Uwe Glock. „Ebenfalls hilft es bei der Bewältigung der drohenden wirtschaftlichen Krise, dass zumindest im ersten Quartal 2020 eine hohe Auslastung der Heizungsbranche gewährleistet werden konnte.“  Der BDH sieht auch für die kommenden sicherlich schwierigen Wochen eine gute Chance, vergleichsweise positive wirtschaftliche Entwicklungen in der Heizungsbranche aufrecht erhalten zu können. Dieser vorsichtige Optimismus begründet sich auch in den attraktiven Förderinstrumenten, die die Bundesregierung zum 1. Januar 2020 im Rahmen des Klimaschutzpakets zur Verfügung gestellt hat. Als Risiko sieht der BDH Störungen der Lieferketten, z. B. mit den italienischen Schwesterunternehmen. Diese liefern im wesentlichen Komponenten für heiztechnische Systeme. Der Verband sieht dennoch positive Anzeichen für die italienische Industrie. Durch die sich derzeit abzeichnenden Maßnahmen der italienischen Regierung, könnte die Produktion langsam aber sicher wieder zugelassen werden. „Nach der Corona-Krise bzw. den geplanten Lockerungen der Vorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Krise könnte sich die deutsche Heizungsbranche als dynamische Konjunkturlokomotive erweisen“, so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. „Wir setzen im Sinne der Erhaltung der annähernd 500.000 Arbeitsplätze in unserer Branche weiterhin auf positive Signale aus der Politik, um die bisherige Dynamik in der Branche weiter zu unterstützen.“

Der BDH hat zu den neuen Förderprogrammen den Flyer „Moderne Heizungstechnik mit Geld vom Staat“ veröffentlicht. Dieser ist unter www.bdh-koeln.de unter der Rubrik Publikationen verfügbar.

Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV): Kontrollen und Arbeiten der Schornsteinfeger in der Zeit der Corona-Pandemie unverzichtbar

Wie viele andere Handwerker führen die deutschen Schornsteinfeger in der Corona-Zeit wichtige Tätigkeiten zur Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit durch. Die erforderlichen Schornsteinfegertätigkeiten dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr und dürfen deshalb auch nicht ausgesetzt oder beliebig verschoben werden. Bereits im März dieses Jahres ordneten die zuständigen Behörden an, dass Schornsteinfeger unter Beachtung der Hygienevorschriften (Informationen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz auch auf: www.schornsteinfeger. de) weiterhin ihrer Arbeit nachkommen sollen bzw. müssen. Diese Empfehlungen werden vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks unterstützt. Bestimmte Aufgaben könnten im Rahmen der Fristen zwar verschoben werden, wenn es aus Sicht der Gefahrenabwehr vertretbar sei, so die Empfehlung der Landesbehörden. Ein Aussetzen der Arbeiten oder ein beliebig langes Verschieben ist dem Schornsteinfeger aber untersagt. Denn die Schornsteinfergerarbeiten sind systemrelevant. Sie dienen der öffentlichen Gefahrenabwehr im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes und der Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen. Tatsache ist, dass die Tätigkeiten des Schornsteinfegers zur Wahrung der Brand- und Betriebssicherheit von Feuerungs- und Abgasanlagen letztendlich dem Schutz von Leib und Leben dienen und daher unabdingbar in den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen durchgeführt werden müssen. Die Gesundheit der Kunden, aber auch die Gesundheit der Mitarbeiter in den Schornsteinfegerbetrieben liegt dem Schornsteinfegerhandwerk sehr am Herzen. Denn auch das Schornsteinfegerhandwerk möchte in Zeiten der Corona- Pandemie die Kontakte und das Infektionsrisiko zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern soweit es eben geht minimieren.

 


 

5. Informationen, die Verbände und Kooperationen des Handwerks zur Verfügung stellen

ZVSHK

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat einen detaillierten Leitfaden erstellt.

PDF hier downloaden

Fachverband SHK Bayern

Übersicht über die finanziellen Hilfen des Bundes und der Bayerischen Staatsregierung für SHK- / OL-Betriebe (Nur für Innungsmitglieder mit Zugang)

PDF hier downloaden

Fachverband SHK NRW

Wichtige Auskünfte zur rechtlichen Situation für die Fachbetriebe gab Peter Schlüter, Geschäftsführer Recht beim Fachverband SHK NRW im Interview mit SHK-TV.

FV SHK NRW

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SHK AG

SHK AG

Mit der Kampagne „das WIR.hilft“ erhalten die SHK-Mitgliedsunternehmen Krisenhilfe während der Corona Pandemie

Die Hilfsaktionen der SHK für ihre Mitgliedsunternehmen in der Corona-Krise gehen in die nächste Runde. Mit einer vorzeitigen Bonusausschüttung stärkt die SHK die Liquidität ihrer Mitglieder. Zusätzlich erhalten die Mitglieder von der Zentrale online Unterstützung mit dem neuen Hilfe-Konzept „Digitaler Wegweiser“.  Im Zuge der aktuellen Corona-Krise, die an der Wirtschaftlichkeit ihrer Mitgliedsunternehmen zehren kann, hat die SHK reagiert und eine weitere Maßnahme in der Corona-Krisenhilfe ausgelöst. Um die Liquidität ihrer Mitgliedsunternehmen zu schützen, wurde die nächste der zweimalig jährlich ausgeschütteten Bonusauszahlungen vorgezogen. Mit der schnellen und unbürokratischen Abwicklung will die SHK ihren Mitgliedsunternehmen den Rücken stärken und in der Verbundgemeinschaft ein Zeichen für den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung setzen. Bereits seit einigen Wochen läuft das Corona-Soforthilfe-Programm der SHK. Auf der neuen Website daswir.hilft-shk.de, die unter dem Kampagnen-Namen „das WIR.hilft“ läuft, werden für die Mitgliedsunternehmen regelmäßig neue Aktionen ins Leben gerufen. Neu auf der Online-Plattform initiiert, ist der „Digitale Wegweiser“. Dahinter verbirgt sich ein innovatives Hilfe-Konzept für die SHK-Mitglieder, um sich online miteinander zu vernetzen, sich gegenseitig auszutauschen und gemeinsam Wissen zu bündeln. Über die Plattform melden sich die Mitgliedsunternehmen auf freiwilliger Basis für Workshops oder Webinare an. Die Workshops dienen zur gemeinsamen Erarbeitung von Best Practice Lösungen in Gruppen und in den Webinaren liefern Fachreferenten nützliche Empfehlungen rund um die Corona-Hilfe. 

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V (DWA)

DWA-Webinar: Gesundheit schützen, Betriebsabläufe aufrechterhalten

Für Beschäftigte in Abwasserbetrieben bietet die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V (DWA) am 16. April 2020 von 14 bis 16 Uhr ein kostenfreies Webinar zu Bewältigungsstrategien der Coronakrise an. Unter dem Titel „Coronakrise in Abwasserbetrieben – Erfahrungen teilen“ stellen Experten Best-Practice-Empfehlungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, medizinische Aspekte des Arbeitsschutzes sowie Lösungsstrategien zur Meisterung der Situation aus Sicht eines Kanal- und eines Kläranlagenbetriebs vor. In einem 30-minütigen Chat am Ende der zweistündigen Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen mitzuteilen.
 
Anmeldung Webinar: Corona-Abwasser

 


 

6. Informationen zu den Hilfs- und Unterstützungspaketen von Bund, Ländern sowie der Finanz- und Arbeitsagenturen

Bitte nutzen Sie auf jeden Fall immer die verlinkten Webseiten für die aktuellsten Informationen.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Zusage für 4.000 € Beratungskosten ohne Eigenanteil für KMU und Freiberufler in der Corona-Krise

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Die verbesserten Förderkonditionen für die Inanspruchnahme professioneller Beratungsleistungen treten heute in Kraft und gelten befristet bis Ende 2020. Der Mittelstandsbeauftragte Thomas Bareiß dazu: „Wir erleben, wie immer mehr Unternehmen und Branchen von der Krise getroffen werden. Uns erreichen täglich hunderte Anrufe gerade von kleinen und mittleren Unternehmen, die mit Auftragsrückgängen konfrontiert sind. Viele dieser Unternehmen benötigen Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Fragen. Dafür weiten wir jetzt unsere Förderung unternehmerischen Know-hows aus – schnell und unbürokratisch." Mit den geänderten Förderbedingungen will das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler in der aktuellen Situation unterstützen. Die Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, Maßnahmen zu entwickeln, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu begrenzen und sich wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. Dieses Modul ergänzt die finanziellen Instrumente, die die Bundesregierung in der vorigen Woche beschlossen hat. Die Ergänzung der Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows finden Sie. Nähere Informationen – insbesondere zur Antragstellung – hält das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf seiner Homepage unter www.bafa.de/unb bereit.

Hilfspakete vom Bund und von den Bundesländern

Kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler erhalten umfangreiche und rasche Unterstützung vom Bund und den einzelnen Ländern: 

- Der Bund stellt 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler zu gewähren. Damit werden einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten bewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen: 

-Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro 

- Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 Euro. 

- Selbständige erhalten leichter Zugang zur Grundsicherung, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Die Vermögensprüfung wird für sechs Monate ausgesetzt, Leistungen sollen sehr schnell ausgezahlt werden. 

Weitere Informationen erhalten Sie tagesaktuell auf der Website des Bundesfinanzministeriums: 

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-13-Milliarden-Schutzschild-fuer-Deutschland.html

Soforthilfen/Förderprogramme

Die einzelnen Bundesländer haben alle bereits Soforthilfen/Förderprogramme für Kleinunternehmer und Freiberufler auf den Weg gebracht. 

Die für uns derzeit beste Internetseite zur Information zu allen Programmen kommt vom BVMW - das Netzwerk für den deutschen Mittelstand.

Hier sind alle Links aufgelistet, die für jede Form von Unternehmen wichtig sind. Insbesondere die Auflistung nach Bundesländern ist hilfreich:

https://www.bvmw.de/themen/coronavirus/downloads/

Hessische Landesregierung: Klarstellung für Corona-Soforthilfe - Rückzahlung nur bei Überkompensation

Betriebe müssen Corona-Soforthilfe nicht zwangsläufig zurückzahlen, wenn sie zusätzlich Geld z.B. von einer Betriebsschließungsversicherung erhalten. Darauf weisen Finanzminister Michael Boddenberg und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hin. „Zurückgezahlt werden muss nur, was über den Liquiditätsengpass hinausgeht, der Engpass also kleiner ist als Entschädigung und Soforthilfe zusammen“, erläuterten die beiden Minister am Mittwoch. „Die Soforthilfe soll ja nicht überkompensieren. Wenn eine Entschädigung nur dazu führt, dass die Liquiditätslücke kleiner wird, aber immer noch größer als die Soforthilfe ist, dann muss nicht zurückgezahlt werden. Wir haben die Bestimmungen entsprechend präzisiert.“
Die beiden Ministerien reagieren damit auf die besondere Situation vor allem in der Gastronomie, wo im Gegensatz zu vielen anderen Branchen zahlreiche Betriebe Versicherungen gegen Betriebsschließungen abgeschlossen haben. „Sinn der Soforthilfe ist es, einen Liquiditätsengpass aus laufenden Verpflichtungen zu überbrücken“, sagte Al-Wazir. „Zahlungen aus einer Versicherung verkleinern diesen Engpass natürlich, auch wenn sie erst nach der Soforthilfe eintreffen. Solange es dadurch nicht zu einer Überkompensation kommt, muss auch nichts zurückgezahlt werden.“
„Mit der Soforthilfe unterstützen wir kleine und mittlere Unternehmen, denen die Einnahmen wegbrechen und die deshalb Mieten und andere laufende Betriebsausgaben nicht mehr zahlen können“, sagte Finanzminister Boddenberg. „Wir helfen schnell und unkompliziert, damit die Betriebe diese schwierigen Wochen überstehen.“
Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Höhe des Liquiditätsengpasses, der durch die Folgen der Corona-Pandemie entstanden ist. Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH. Auch Vereine können Soforthilfe beantragen, wenn sie wirtschaftlich tätig sind und ihnen in diesem Bereich eine existenzbedrohende Liquiditätslücke entsteht. Das betrifft auch Vereine, die so genannte Zweckbetriebe unterhalten, also kulturelle Einrichtungen wie Museen oder Theater, und kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Kunstausstellungen.
Die Soforthilfe beträgt inklusive der Bundesförderung bei
- bis zu 5 Beschäftigten: max. 10.000 Euro für drei Monate
- bis zu 10 Beschäftigten: max. 20.000 Euro für drei Monate

- bis zu 50 Beschäftigten: max. 30.000 Euro für drei Monate (reine Landesmittel)

Die Anleitung zum Ausfüllen des Onlineantrags wird täglich überprüft und aktualisiert.

Agentur für Arbeit

Hinweise für Kurzarbeit:

Bei vielen Unternehmen führt die aktuelle Lage dazu, dass eine große Auswahl der Mitarbeiter nicht mehr oder nur noch in einem geringen Umfang arbeiten kann. In diesem Fall kann Kurzarbeit helfen, um Entlassungen zu vermeiden. Die Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich nach dem pauschalisierten Nettoentgeltausfall im Anspruchszeitraum. Es wird in zwei verschiedenen Leistungssätzen gezahlt: 

- 67% für Arbeitnehmer/innen mit mehr als 1 Kind im Sinne § 32 Abs. 1,3 bis 5 (Einkommensteuergesetz) 

- 60 % für alle übrigen Arbeitnehmer 

Und:

- Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG. 

- In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet. 

- Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit. 

- Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.

- Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben. 

- Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.  

Eine Überblickseite: 

https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuer-unternehmen_ba146368.pdf 

Weiter Informationen zum Thema „Kurzarbeit“ finden Sie auch hier:

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Unterstützung durch das Finanzamt

- Zinslose Stundungen von Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer für nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige bis zum 31.12.2020. 

- Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen für Einkommens und Körperschaftssteuer sowie des Gewerbesteuermessbetrages für die Gewerbesteuervorauszahlung. 

- Aussetzung der Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändung bis zum 31.12.2020.

- Wegfall voll Säumniszuschlägen  

- Die Sondervorauszahlung für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für Krisenbetroffene Unternehmen werden auf Antrag auf 0,00 Euro herabgesetzt. Damit kann unmittelbar Liquiditätsverstärkung erzielt werden.  

Weitere Informationen von steuerlichen Maßnahmen erhalten Sie hier:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

 


 

7. Gefährdung des Geschäftsbetriebes: 10 generelle Tipps

Die  Corona-Krise finanziell meistern: 10 Tipps vom Steuerexperten

1. Bewahren Sie einen kühlen Kopf. Erstellen Sie nach der ersten Panikreaktion einen vorläufigen Finanzplan für die nächsten drei bis sechs Monate, der Ihren Kapitalbedarf in diesem Zeitraum erfasst. Stellen Sie dem Bedarf Ihre sicheren Einnahmen und Rücklagen gegenüber. Doch Vorsicht! Planen Sie „konservativ“. Berücksichtigen Sie mögliche Auftragsstornierungen und Zahlungsausfälle, denn Ihr vorrangiges Ziel muss zumindest kurz- und mittelfristig sein: Ihre Liquidität bzw. die Ihres Unternehmens sichern – selbst wenn es schlimmer als erwartet kommt.

2. Nachdem Sie sich einen Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben haben, prüfen Sie, inwieweit Sie Ihre Fixkosten senken können oder gar müssen, um Ihre Liquidität zu sichern und Ihren finanziellen Handlungsspielraum zu erweitern, denn: In globalen Krisen wie der aktuellen müssen Sie auch mit Unverhofftem rechnen.

3. Versuchen Sie im Bedarfsfall alle Dauerschuldverhältnisse wie Leasingverträge, Kredittilgungen usw. auszusetzen, um Ihre Liquidität zu erhöhen. Bewahren Sie dabei jedoch einen gewissen Zukunftsblick. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass Sie strategisch wichtige Dienstleister, usw., soweit möglich, nicht verprellen, die Sie für Ihre Leistungserbringung spätestens nach der Krise wieder brauchen.

4. Lassen Sie Ihre Steuervorauszahlungen an das Finanzamt auf null setzen und Ihre Steuerschulden, wie zum Beispiel Ihre Umsatzsteuerschulden, aussetzen. Das erledigt für Sie, sofern Sie einen solchen haben und Sie ihm hierfür das Mandat erteilen, Ihr Steuerberater.

5. Suchen Sie, wenn trotz dieser Maßnahmen ein Liquiditätsengpass droht, möglichst frühzeitig das Gespräch mit Ihren Kapitalgebern wie Banken und Investoren. Schildern Sie Ihnen offen Ihre Situation. Hiervor brauchen Sie sich nicht zu scheuen, denn wenn Ihr Unternehmen jetzt in eine finanzielle Schieflage gerät, liegt dies zumeist nicht an Managementfehlern. Das wissen auch die Banken.

6. Führen Sie als vertrauensbildende Maßnahme entsprechende Gespräche auch mit Ihren strategisch wichtigen Lieferanten und Dienstleistern. Versuchen Sie mit Ihnen günstigere Lieferkonditionen zu vereinbaren – zum Beispiel durch ein Verlängern der Zahlungsfrist. Dies ist in der Regel kein Problem, wenn sie selbst liquide sind und wissen: Ihr Unternehmen ist eigentlich gesund.

7. Schreiben Sie bei größeren Aufträgen, die sich über eine längere Zeit erstrecken, häufiger kleine Zwischen- oder Abschlagsrechnungen statt nur eine „fette“ Rechnung nach Auftragsabschluss. Das verbessert Ihre Liquidität und mindert die Gefahr, dass Sie in eine finanzielle Schieflage geraten, wenn Ihr Kunde Zahlungsprobleme hat.

8. Vereinbaren Sie mit Ihren Mitarbeitern, soweit möglich und nötig, Kurzarbeit. Beantragen Sie bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld. Dies ist bis Ende März noch rückwirkend zum Monatsbeginn möglich. Danach nicht mehr. Beim Beantragen hilft Ihnen Ihr Steuerberater. Angenommen Sie kürzen die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter um 50 Prozent, sodass diese nur noch die Hälfte Ihres Bruttolohns von Ihnen erhalten. Dann entfallen nicht nur die von Ihnen zu entrichtenden Sozialabgaben, die Agentur für Arbeit zahlt Ihren Mitarbeitern auch von der anderen Lohnhälfte 60 Prozent als Kurzarbeiter-Geld. Inwieweit Sie dann die Differenz zum Normallohn noch ausgleichen, können Sie aufgrund Ihrer Liquidität entscheiden.

9. Um zu verhindern, dass Unternehmen bzw. Einzelunternehmer kurzfristig insolvent werden, hat die Bundesregierung ein Sofort-Hilfe-Programm für KMU verabschiedet. Ihm zufolge können zum Beispiel Betriebe in Rheinland-Pfalz mit 0 bis 5 Mitarbeitern eine Sofort-Hilfe von 9.000 Euro erhalten, die nicht zurückgezahlt werden muss; Betriebe mit 6 bis 10 Arbeitnehmern 15.000 Euro und Betriebe mit 11 bis 50 Beschäftigten 30.000 Euro. Diese Summen variieren von Bundesland zu Bundesland leicht. Unklar ist noch, weil das Programm frisch verabschiedet wurde, wie, wo und unter welchen Voraussetzungen das Geld beantragt werden kann und teilweise auch wer es ausgezahlt. Dies soll bis 28. März geklärt sein. Danach können Sie die Sofort-Hilfe, sofern Sie zu den durch die Krise geschädigten Unternehmen zählen, beantragen – ebenfalls gegebenenfalls mit Hilfe Ihres Steuerberaters.

10. Dasselbe wie für die Sofort-Hilfen gilt für die möglichen Sofort-Darlehen der Bundesländer für Klein-Unternehmen. Sie betragen zum Beispiel in Rheinland-Pfalz für Betriebe bis 10 Beschäftigte maximal 10.000 Euro. Die Darlehen müssen im Gegensatz zu den Sofort-Hilfen zurückgezahlt werden. Sie haben jedoch eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende 2021 zins- und tilgungsfrei.

Und als Unternehmer die Zuversicht bewahren.

C Freyer Steuerberater

Karsten Freyer ist Inhaber der gleichnamigen Steuerberatungskanzlei / Foto: Die PRofilBerater

 


 

8. Services und Informationsangebote des SHK-Großhandels

GC Gruppe: Aktuell keine Lieferengpässe

ABEXe, GC ONLINE PLUS, GC24-Express und CarLoad, die Direktlieferung in das Monteurfahrzeug, stehen nach Aussage des Unternehmens verlässlich zur Verfügung. Mit Lieferengpässen ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu rechnen. Im ABEX wurden Sicherheitsvorkehrung zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr getroffen. Ein Tipp: Gehen Sie kein Risiko ein und nutzen Sie die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens. Die meisten EC-Karten verfügen aktuell bereits über einen NFC-Chip. Sprechen Sie Ihre Kunden proaktiv an und priorisieren Sie die Zahlung per Bankkarte oder sogar Smartphone. Somit kann gewährleistet werden, dass das Virus nicht über Banknoten oder Münzen verteilt wird. Zudem kann durch diese Bezahlmethode der Abstand zueinander besser eingehalten werden. Wir bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihre Waren auch kontaktlos zu bestellen und abzuholen.  

https://www.gc-gruppe.de/de

Wiedemann Gruppe: Spezielle Leistungen und Produkte für das Gesundheitswesen

Die Wiedemann-Gruppe bietet ihren Kunden derzeit nicht nur den bekannten Service, sondern auch eine 24-Stunden-Erreichbarkeit der Zentralläger. Damit ist sichergestellt, dass für den Betrieb und Ausbau kritischer Infrastruktur im Gesundheitswesen jederzeit dringend benötigtes Material für Sanitär, Heizung, Lüftung und Elektro bereitgestellt werden kann. Bereits seit mehreren Wochen gelten an allen Standorten strenge Hygiene- und besondere Verhaltensregeln. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mobil. Der Schutz der Beschäftigten sowie die Sicherstellung der Logistikkette und Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit haben an höchste Priorität. 

Als Spezialist für Krankenhaustechnik bietet die zur Unternehmensgruppe gehörende Walter Wesemeyer GmbH spezielle Leistungen und Produkte für das Gesundheitswesen, die aktuell besonders benötigt werden. Diesen Service bei 24-Stunden-Erreichbarkeit bietet die Wiedemann- Gruppe in allen Zentrallager-Standorten für die kommenden Wochen an. Die Wiedemann Technik und Beratung unterstützt auch kurzfristig bei der Planung von Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Kühl- und Kältesystemen für neue Einrichtungen des Gesundheitswesens. Der eigene Luftkanalbau sowie die Rohrbearbeitung und -veredelung können unmittelbar auf dringende Anforderungen reagieren.

https://www.wiedemann.de/ 

G.U.T.-Gruppe: Kontaktlos bestellen und bezahlen 

Auch wenn sich die Lage zuspitzt, ist die G.U.T.-Gruppe in ihrer Rolle als Großhandel für das so wichtige SHK-Handwerk bestens aufgestellt für die Zeiten während Corona. Kontaktlos bestellen und bezahlen sowie berührungslose Materialübergaben und -Lieferungen sind mittlerweile so selbstverständlich, wie notwendig. Gemeinsam – das heißt mit Lieferanten, Partnern und Kunden – arbeiten wir an Lösungen, Produkten und Services, um das SHK-Handwerk in dieser Krise bestmöglich zu unterstützen. In Zeiten von Corona sind Lieferdienste besonders gefragt – auch und gerade im Großhandel. G.U.T.e Lösungen sind ebenso die innovative Anlieferung direkt in das Monteurfahrzeug, wie der Versand mit Paketdiensten. Kontaktlose Zahlungen gewinnen vermehrt an Bedeutung und Beratung findet telefonisch oder Online statt. Wir denken weiter positiv und wechseln wie gewohnt nachhaltig in den Zukunftsmodus – denn Corona macht Bezahlen, Paketversand und Warenannahme ebenso kontaktlos, wie selbstverständlich.

Richter+Frenzel bietet BAD-Beratungen ab sofort auch kontaktfrei und online

Die Gesundheit hat für uns die höchste Priorität und deshalb haben wir alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet, um unsere Mitarbeiter und Kunden bestmöglich zu schützen. Obwohl ein Treffen oder Termin mit Einschränkungen verbunden ist, sind wir weiterhin für Sie da! Unsere Mitarbeiter erreichen Sie telefonisch und per Mail. Der Qualitätsanspruch und die Persönlichkeit der Bad-Beratungen wird uneingeschränkt fortgesetzt – Die Kunden können R+F auch online, via Videokonferenz, per Telefon und Mail für die laufenden Projekte, Bad-Beratungen mit live Entwurfsplanungen, Skizzen Abgleich, Produkt-Auswahl, Klärung technischer Details uvm. erreichen. Außerdem bieten wir Ihnen ab sofort an rund 70 Bad-Center Standorten zusätzlich Online Bad-Beratungen an. Was sind die Vorteile der Online-Badberatung?- Kontaktfrei und dennoch „live“ mit Persönlichkeit

- Zeitsparend und kundenorientiert

- Effizient und digital

- Für jeden geeignet, auch für Einsteiger!

- Einbindung Reality Mobile und VR-Brille

Ob über Smartphone, Tablet, PC oder Laptop, Sie können unseren neuen Service über alle Geräte nutzen. Sie können das neue Bad gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bequem von zuhause oder Ihrem Büro gestalten, ändern und abstimmen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin. Der neue Service wird Ihnen Freude bereiten und ist vergleichbar zu einer vor-Ort Beratung in unseren Bad-Centern. Wichtig, wir berücksichtigen dabei die Kontaktbeschränkungen. Die R+F ONLINE BADBERATUNG ist heute von sehr großer Bedeutung – aber auch für die Zukunft eine perfekte Ergänzung zu unseren Bad-Center Beratungen.

Hier finden Sie die Kontaktdaten zu unseren rund 70 Bad-Center Standorten

Wir wünschen Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute. Bleiben Sie gesund.

Ihr Richter+Frenzel Team

Die Gebr. Lotter KG informiert zu aktuellen Serviceleistungen im April 2020

Nachdem in den letzten Wochen die Abläufe umgestellt wurden, möchte das Unternehmen auf die aktuellen Serviceangebot in dieser Zeit hinweisen.

- Unsere Abholläger sind nach wie vor für Sie geöffnet.

- Unser LKW Service steht Ihnen in gewohnter Weise zur Verfügung.

- Ausreichende Lagerbestände von über 60.000 Artikeln.

- Spezielle Logistiklösungen zur kontaktlosen Belieferung.

- Unsere Mitarbeiter im Innendienst sind wie gewohnt für Sie da.

- Unsere Mitarbeiter im Außendienst sind telefonisch für Sie da.

- Im Onlineshop können Sie jederzeit bestellen.

- Attraktive digitale Verkaufsangebote.

- Die Fachberater unserer Ausstellungen stehen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

Weitere Informationen:

https://www.lotter.de/neuigkeiten/?cn-reloaded=1

Mainzer Bauspezialist Köbig ergreift in Corona-Krise ungewöhnliche Maßnahmen

Täglich verteilt Köbig-Mitinhaber Stefan Thurn Chef (l.) von rund 600 Mitarbeitern, kostengünstige Speisen an bis zu 150 Mitarbeiter an zwei Firmenstandorten in Mainz. Die Gerichte werden von Kurt Beuschel (r.), Inhaber der Innenstadt-Metzgerei Schmidt, und seinen Mitarbeitern zum Aufwärmen vorbereitet./Foto: Köbig/Bertram.

Mit einer Fülle von Schutzmaßnahmen, aber auch wertschätzenden Dienstleistungen, agiert der Bauspezialist Köbig in der Corona-Krise. Wie das 1890 gegründete Familienunternehmen mitteilte, bietet es seit dem 8. April für die Mitarbeiter und ihre Familien kostengünstige warme Mahlzeiten an. Die Bestellungen werden intern entgegengenommen. Meistens stehen zwei Gerichte für unter 5 Euro zur Auswahl. Die Mainzer Metzgerei Schmidt bereitet die Speisen so vor, dass sie nur noch in der Mikrowelle erwärmt werden müssen. Stefan Thurn, geschäftsführender Gesellschafter von Köbig, holt die Gerichte persönlich mit einem Lieferwagen ab und verteilt sie in der Zeit von 11 bis 13 Uhr an zwei Standorten im Stadtgebiet. Aktuell nutzen zwischen 130 und 150 Mitarbeiter diese Möglichkeit.

Service auch für Fremdspediteure – Dank aus Italien und Spanien

Auch für die Angestellten der Köbig-Fremdspediteure gilt dieser Service. Für sie stehen zudem in der Rheinallee (Niederlassung Mainz und Gruppenzentrale) und auf dem Grundstück in Mainz-Hechtsheim (Haustechnik-Zentrallager) Toilettenwagen der Mainzer Anbieters Sotille/Barth zur Verfügung. An letzterem Standort können die Mitarbeiter der Fremdspediteure auch duschen. Inzwischen hat das Unternehmen bereits zahlreiche Dankschreiben aus Italien und Spanien erhalten. In einer Pressemitteilung schreibt die Köbig-Geschäftsleitung: „Die Anforderungen, die in diesen Tagen an uns alle gestellt werden, sind sehr hoch. Wir alle sind an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert. Neben der Bewältigung des täglichen Jobs kommt für viele unserer Mitarbeiter noch ein erhebliches Maß an privaten, persönlichen Belastungen hinzu. Um ihnen ein wenig Erleichterung zu verschaffen, versuchen wir mit konkreten Maßnahmen zu helfen, ohne dass wir dazu verpflichtet wären. Aktuell steht jedoch der Schutz unserer Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten im Zentrum unseres Handels.“

Schon vor offiziellen Einschränkungen gehandelt

Köbig verweist darauf, bereits vor der „Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz“ vom 23. März verschiedene Schutzmaßnahmen durch einen Krisenstab getroffen zu haben. Mitarbeiter, die aus dem Urlaub zurückkehrten, seien zu einer 14-tägigen Heimquarantäne gebeten worden. Überall, wo es möglich war, habe es Homeoffice-Angebote gegeben. In den Niederlassungen wurden neue, versetzte Arbeitszeiten mit Schichtbetrieb eingeführt, um das Kontaktrisiko zu minimieren. Aufzüge dürfen nur einzeln benutzt werden. Die Köbig-Ausstellungsflächen wurden schon geschlossen, als deren Öffnung offiziell noch möglich war. Der Köbig-Außendienst nimmt seit den Beschränkungen keinen Direktkontakt mehr mit bisherigen und potenziellen Kunden auf. Gleiches gilt für die Abholtheken der einzelnen Geschäftsbereiche.

 


 

9. Services und Informationsangebote der SHK-Industrie

 Viega: „COVID-19 -Folgen für die Trinkwasser-Hygiene"

Viega gibt folgende Hinweise für die möglichst bestimmungsgemäße Sicherung der Trinkwasser-Installation.

Viega Hygiene

Die Betreiber von Trinkwasser-Installationen müssen, unabhängig vom auslösenden Ereignis und möglicherweise sogar angeordneter Schließung eines Gebäudes, einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasseranlage sicherstellen. Mindestens alle drei Tage sind dafür sämtliche Entnahmestellen manuell oder automatisch so lange zu öffnen, bis ein vollständiger Wasser­austausch im vorgelagerten Rohrleitungsnetz erfolgt ist. Bei länger anhaltender Nutzungsunterbrechung sind die notwendigen Maßnahmen gemäß VDI-Richtlinien 6023 zu ergreifen. 

Roth passt Service an Corona-Situation an

c.roth Jäger

Christin Roth-Jäger, Geschäftsführerin der Roth Werke

Die Buchenauer Roth Werke haben ihren Service und die Dienstleistungen an die Erfordernisse der Corona-Situation angepasst. Der Hersteller von Energie- und Sanitärsystemen steht seinen Partnern in Fachgroßhandel und SHK-Fachhandwerk wie gewohnt mit Rat und Tat sowie Qualitätsprodukten zur SeiteChristin Roth-Jäger, Geschäftsführerin der Roth Werke, erklärt: „Jetzt ist es besonders wichtig, für unsere Kunden da zu sein. Wir nutzen dafür verstärkt unsere Marketingservices, unter anderem die digitalen Medien mit Online-Schulungen und Videokonferenzen. Darüber hinaus haben wir eine Hotline in unserer Unternehmenszentrale. Unsere Service-App RIA ermöglicht dem SHK-Fachhandwerk vor Ort die Planung von Flächen-Heiz- und Kühlsystemen sowie von Heizöltankanlagen. Unsere technischen Fachberater stehen über diese App zusätzlich für Chats und Telefonate zur Verfügung. Die Neuheiten, die wir zu den Regionalmessen einem breiten Publikum persönlich vorgestellt hätten, kommunizieren wir nun über die digitalen Medien. Informationen darüber sind etwa in den News unserer Internetseite zu finden.“ Das Unternehmen betreut seine Partner in Fachgroßhandel und SHK-Fachhandwerk zum einen telefonisch und mit Hilfe der digitalen Medien. Besuche und Serviceeinsätze finden bei Bedarf nach vorheriger telefonischer Abklärung statt. Das Team beachtet dabei allgemeine Informationen von Ämtern und Instituten. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben derzeit keine Produktionseinschränkungen, stockt die Lagerbestände auf und überwacht die Lieferketten engmaschig. Aktuell rechnet Roth nicht mit Liefereinschränkungen.

FRANKE Water Systems: Händehygiene in öffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen

Die Händedesinfektion zählt neben dem regelmäßigen und ausreichenden Händewaschen zu den effektivsten Maßnahmen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Bei Besuchern öffentlicher und gewerblicher Sanitärräume stoßen zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung der Händehygiene auf große Akzeptanz. Deren Ausstattung mit berührungslosen Armaturenlösungen und Spendern für Seife, Desinfektionsmittel sowie Papier, z.B. von Franke Water Systems, erhöhen die Sicherheit und tragen dazu bei, den Keimbefall zu minimieren. 

Judo: Was es jetzt bei vorübergehenden Schließungen der Trinkwasserinstallation zu beachten gilt

Judo Rötlich

Dr. Heinz Rötlich über wichtige Maßnahmen zur Verhinderung von Stagnation/ Foto: JUDO Wasseraufbereitung GmbH

Die Ausbreitung des Corona-Virus und die damit verbundenen einschränkenden Maßnahmen haben weitreichende Folgen in vielen Bereichen. In ganz Deutschland müssen zum Beispiel Einrichtungen wie Hotels, Schulen und viele weitere öffentlich und gewerblich genutzte Gebäude vorübergehend schließen. Eine Schließung kann jedoch auch Folgen für die Trinkwasserinstallation und vor allem die Trinkwasserqualität haben. Gebäudebesitzer sollten deshalb schon jetzt handeln.

Ist eine Trinkwasseranlage längerfristig nicht in Gebrauch, kann es bei der Wiederinbetriebnahme zu Spätfolgen und Problemen kommen. In einer solchen Situation sollten bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, um die Trinkwasseranlage von vornherein zu schützen.

Stagnierendes Wasser bietet großes Risiko

In dieser Ausnahmesituation liegt die Verantwortung für die Qualität des Trinkwassers weiterhin bei dem Unternehmer und sonstigen Inhabern (UsI. Wenn ein großes Gebäude wie eine Schule oder ein Hotel schließt oder aufgrund einer zu geringen Auslastung deutlich weniger oder überhaupt kein Wasser an den Entnahmestellen entnommen wird, erfolgt eine Stagnation. Das Problem: Im stagnierenden Wasser können sich Mikroorganismen deutlich schneller vermehren als im fließenden Wasser. Deshalb muss der bestimmungsgemäße Betrieb trotzdem weiter aufrechterhalten werden. Bestimmungsgemäßer Betrieb heißt unter anderem, dass an jeder Zapfstelle Wasser entnommen werden muss. Zur Not auch durch den Hausmeister oder ein Not-Team. Konkret heißt das: Eine Person muss durch das Hotel gehen und jeden Wasserhahn öffnen. Hierbei sind 20 bis 30 Sekunden bereits ausreichend, damit das stagnierende Wasser aus der Installation entfernt wird.

Die rechtlichen Vorgaben sind eindeutig

Rechtliche Grundlagen, die sehr eindeutig formuliert sind, greifen in diesem Fall gleich mehrere. Zum einen gilt die technische Richtlinie VDI/ DVGW 6023, Blatt 1 mit der 72-Stunden-Regelung (Punkt 6.1): Hierbei muss der bestimmungsgemäße Betrieb zugrunde gelegt werden, bei dem sichergestellt ist, dass an jeder Stelle der Trinkwasser-Installation ein Wasseraustausch durch Entnahme innerhalb von 72 Stunden stattfindet. Bei dieser Formulierung wird keine Einschränkung auf ein Gebäude gemacht. Das bedeutet, es gilt für Hotels, Fitness-Studios und die Duschen in den Schulturnhallen, wo derzeit aufgrund der Schließungen kein Wasser entnommen wird. Unter dem Punkt 6.3.1 der VDI/DVGW 6023 Richtlinie wird darüber hinaus Folgendes gefordert: Verringert sich der Wasserbedarf, ist dennoch ein ausreichender Wasseraustausch sicherzustellen. Das bedeutete, das Wasser entnommen werden muss, da der Wasserverbrauch in den oben genannten Gebäuden nahezu auf null heruntergefahren wurde.

Punkt 7.1 der VDI/DVGW 6023 Richtlinie beschreibt die Maßnahmen bei einer Betriebsunterbrechung. Dort aufgeführt ist, dass bei einer Trinkwasser-Installation, die länger als vier Wochen nicht bestimmungsgemäß betrieben wird, die Leitungen vorher abzusperren sind. Dieser Punkt sollte, sofern es möglich ist, eingehalten werden. Allerdings bietet auch die Absperrung keine absolute Sicherheit, dass keine Verkeimung stattfindet.

Bei einer Wiederinbetriebnahme müssen die Leitungen dann wieder gespült werden. Spülen heißt Wasser laufen lassen oder mithilfe des Einsatzes eines Spülkompressors. Dadurch werden Biofilme aus den Rohrleitungen entfernt. In einem Biofilm halten sich unter anderem Legionellen und Pseudomonas aeruginosa auf. Hier finden die Bakterien Nährstoffe und sind vor Desinfektionsmitteln geschützt. Die Gefahr bei Stagnationswasser: Die Zahl der Legionellen kann sich in stillgelegten Trinkwasser-Installationen erhöhen. Über Aersosole gelangen die Bakterien beim Duschen in die Lungen und können die sogenannte Legionärskrankheit verursachen.

Das sollte man bei der Wiederinbetriebnahme beachten

Wie geht es nun aber weiter, wenn der Betrieb wieder aufgenommen wird? „In diesem Fall gibt die VDI/DVGW 6023 (Punkt 6.9.3) folgende ebenfalls klare Vorgaben. Bei einer Wiederinbetriebnahme ist eine Spülung mit Trinkwasser durchzuführen, und es muss ein Nachweis der einwandfreien Beschaffenheit des Trinkwassers vorliegen, erklärt der Experte. Dieser Nachweis muss nach wie vor durch eine Wasseranalyse erfolgen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Probenahme und die Analyse durch ein akkreditiertes Labor erfolgt.

Als Parameter, die bei einer Untersuchung geprüft werden müssen, nennt die VDI/DVGW 6023 folgende Werte: Koloniezahl, E. coli und coliforme Bakterien, Temperatur des kalten Wassers, Temperatur des erwärmten Wassers, sowie die Bakterien P. aeruginosa (nur in medizinischen Einrichtungen) und Clostridium perfringens. Eine umfassende Untersuchung ist ein absolutes Muss. Schließlich geht es um die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter. Wichtig zu wissen: Bis der Nachweis der einwandfreien Beschaffenheit erbracht ist, muss der Gebäudebesitzer den bestimmungsgemäßen Betrieb sicherstellen.

Im Falle, dass eine mikrobiologische Verunreinigung festgestellt wurde, muss der Unternehmer und sonstige Inhaber zum Beispiel Chlordioxid zudosieren. Das tötet die Mikroorganismen ab. Diese Maßnahme muss wiederum dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Schütz produziert Gesichtsvisiere für Krankenhäuser und Pflegeheime

Schütz Visier

Das Gesichtsvisier von Schütz in der Anwendung (Foto: SCHÜTZ)

Die anhaltende Ausbreitung des neuen Corona-Virus stellt für die medizinische Versorgung der Menschen überall auf der Welt eine riesige Herausforderung dar. Auch im Westerwald sind ehemals selbstverständliche Medizinartikel plötzlich Mangelware. So benötigen Mitarbeiter in Heil- und Pflegeberufen für ihre Tätigkeit dringend Schutzausrüstungen wie Atemschutzmasken und Gesichtsvisiere. Um hier schnell Abhilfe zu schaffen, entwickelt und fertigt Schütz am Stammsitz in Selters in Rekordzeit Gesichtsvisiere und versorgt damit bereits umliegende Einrichtungen. Ein Mitarbeiter, dessen Frau in einem nahegelegenen Krankenhaus tätig ist, gab den Anstoß: Durch den hohen Bedarf vor Ort angetrieben, initiierte er bei Schütz das Projekt zur Produktion von Visieren. Sie bestehen aus drei Komponenten: einer Halterung, einem Gummiband und dem Gesichtsschild. Dank der jahrzehntelangen Erfahrung in der Kunststoffverarbeitung und im Spritzguss realisierte das Unternehmen innerhalb von nur zwei Tagen im hauseigenen Werkzeugbau ein entsprechendes Spritzgusswerkzeug zur Fertigung des Visierhalters in großen Stückzahlen. Die Folie für das Visier bezieht der Verpackungsspezialist vom Kooperationspartner Klöckner Pentaplast GmbH in Montabaur. Auch dieser hat im Rahmen der Aktion eine große Anzahl an Visieren gespendet. In einer ersten Hilfsaktion konnte Schütz innerhalb kürzester Zeit lokale Krankenhäuser, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Hebammen mit tausenden Gesichtsvisieren kostenfrei versorgen. Als Feedback auf dieses Hilfspaket meldeten sich zahlreiche weitere Krankenhäuser und Pflegeheime, die ihre großen Bedarfe an Gesichtsvisieren nicht decken können. Um dem schnell entgegenzukommen und die Kapazitäten entsprechend zu steigern, wurden sofort größere Mengen an Materialien für diese Sonderproduktion bezogen. Damit ist das Unternehmen nun in der Lage, die Gesichtsvisiere als Komplettsatz zur Selbstmontage in noch höheren Stückzahlen zu Selbstkosten anzubieten. Umliegende Einrichtungen können die Visiere direkt von Schütz beziehen. „Wir freuen uns, mit dieser Maßnahme einen Beitrag zum Schutz unserer Ärzte und des Pflegepersonals leisten zu können, die in diesen Zeiten außerordentlich gefordert sind“, so Melanie Ievolo, Manager Advertising & PR bei Schütz. 

Pluggit: Zusätzliche Live-Webinare

Auf Grund aktuell erhöhter Nachfrage bietet Pluggit, Lüftungsspezialist für Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung, drei zusätzliche Webinartermine zum regulären Webinarprogramm im April 2020 an. Die produktspezifischen Inhalte wenden sich an TGA-Planer, Handwerker, Bauträger und Energieberater und sind eine ideale Möglichkeit sich individuell fortzubilden. Sämtliche Pluggit-Webinare werden live ausgestrahlt, sodass individuell auf Fragen der Teilnehmer eingegangen werden kann. https://www.pluggit.com/portal/de/services/academy/webinare/webinare-9820

Grundfos: 10 Webinare pro Woche

Ab Ende März bietet der Pumpenhersteller für die meisten Schulungsthemen zusätzliche Webinar-Termine an. Bei bis zu zehn Webinaren pro Woche haben Planer, Anlagenbauer, Großhandelsmitarbeiter und Betreiber Gelegenheit, sich am eigenen PC oder Smartphone über praxisrelevante Themen zum Einsatz von Pumpen weiterzubilden. Die Online-Schulungen dauern meist 60 Minuten und finden live statt. Die Referenten können in den Vorträgen auf die Teilnehmer eingehen und im Live-Chat individuelle Fragen beantworten. Grundfos setzt seine Präsenzschulungen nur vorübergehend aus. Sobald die Lage es erlaubt, will der Pumpenhersteller sein normales Schulungsprogramm fortsetzen. Anmeldemöglichkeit auf: www.grundfos.de

german contract Wärmedienste GmbH: Corona-Erklärvideo für Fachhandwerker und Kunden

Das Coronavirus wirbelt derzeit alles durcheinander. Viele Kunden sind verunsichert: Wen kann man noch guten Gewissens ins Haus lassen? Vertrauen ist daher ganz wichtig, um weiterhin Aufträge generieren zu können. Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, weichen viele Firmen auf Homeoffice aus, doch für Handwerkerinnen und Handwerker ist dies meist nicht machbar. Also gilt es, zu zeigen, dass man nach hohen Sicherheits- und Hygienestandards arbeitet. Deshalb hat der Contracting-Dienstleister gc Wärmedienste GmbH (german contract) für die Fachhandwerker ein kurzes Erklärvideo erstellt. Dieses zeigt, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Mitarbeiter und die Kunden bestmöglich zu schützen.

German Contract Video

Hier das Video anschauen: https://youtu.be/H4lQEaKM5yc

Das Video können Sie auch für Ihre gesamte Kundenkommunikation kostenfrei unter der E-Mail-Adresse info@germancontract.com anfordern.

Kessel AG: Extra Webinare zur Entwässerungstechnik

Die Lentinger haben das Online-Angebot für Handwerker, Mitarbeiter im Handel, Sachverständige, Planer, Architekten, Bauunternehmer und Bauleiter um weitere zehn Webinare rund um die Entwässerungstechnik ergänzt. Von Rückstauschutz bis Badsanierung werden dreimal wöchentlich dann jeweils Montags, Mittwochs und Freitags bis vorerst Ende Mai Fachwissen zu den unterschiedlichsten Themen rund um die Entwässerungstechnik vermittelt. http://weiterbildung.kessel.de/

Stiebel Eltron: Kostenlose Zusatz-Webinare

In den kommenden vier Wochen bietet das Unternehmen ein erweitertes Webinar-Programm für Fachhandwerker, Fachplaner, Architekten, Bauträger, Energieberater und Ausbildungsstätten. Rund um die Kernthemen Lüftungstechnik, Heizungswärmepumpe, Trinkwassererwärmung, Produktinformationen und Verkauf und Kommunikation können Interessierte zwei Mal pro Tag an den kostenlosen Webinaren teilnehmen. Die Übersicht aller Webinare und eine direkte Anmeldemöglichkeit gibt es hier: www.stiebel-eltron.de/webinare

Geberit: Informationen über WebFair, WebCast und PodCasts

Mit einer Reihe von digitalen Angeboten möchte das Unternehmen auch in Zeiten des „Social Distancing“ Kunden und Partnern zur Seite. Auf der Herstellerwebseite sind ab sofort die wichtigsten Services per Schnellzugriff erreichbar. Mit nur einem Klick gelangen Kunden beispielsweise zu den Kontaktdaten ihrer Verkaufsberater. Via Telefon, E-Mail oder Web-Konferenz erhalten Ratsuchende dann schnelle Hilfe. Ebenso führt ein Mausklick zu den Neuheiten-Präsentationen: Dank WebFair, WebCast und PodCasts erhalten Nutzer alle wichtigen Informationen rund um die Design- und Technikneuheiten von Geberit. www.geberit.de 

Oventrop: Lieferbereitschaft steht im Vordergrund

Als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen hat dabei für Oventrop der Schutz unserer Mitarbeiter, Partner und Kunden oberste Priorität. Den Betrieb in den Büros und der Produktion ist auf ein Schichtsystem umgestellt oder räumlich getrennt, Hygienestandards wurden weiter verschärft. Wo möglich, arbeiten Mitarbeiter von Zuhause. Meetings finden größtenteils digital statt. Gleichzeitig setzt das Unternehmen alles daran, den Kunden auch weiterhin den gewohnten Service zu bieten und die Lieferbereitschaft sicherzustellen. Die aktuelle Situation ist sehr dynamisch. Wir beobachten die weitere Entwicklung daher sehr genau, um flexibel reagieren zu können. Sollten sich Änderungen ergeben, informieren wir Sie umgehend – beispielsweise auf www.oventrop.com.

Brötje: Produktionsmengen rechtzeitig erhöht

Auch Brötje möchte bestmöglich für seine Kunden da zu sein – mit Service und Qualitätsbewusstsein. „Wir haben uns gut vorbereitet und setzen weiter unseren Kurs fort, natürlich mit strengen Sicherheitsvorkehrungen für alle Beschäftigten“, erklärt der Brötje Geschäftsführers Heinz-Werner Schmidt. Die Auftragslage im SHK-Bereich sei weiterhin gut, mit mehreren Wochen Vorlauf. Damit es nicht zu Engpässen bei der Arbeitsausführung kommt, wurden die Produktionsmengen rechtzeitig nach Bekanntwerden der Pandemie erhöht. Daher können die Lieferungen uneingeschränkt und in der gewohnten Manier fortgesetzt werden. Somit ist der Hersteller aus Rastede weiterhin für den Markt tätig. Auch alle Serviceleistungen werden so weit wie möglich umgesetzt. Der technische Außendienst bietet seine Arbeit am Telefon oder über Videokonferenzen an. Alle technischen Voraussetzungen sind eingerichtet und einsatzbereit. Unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben kann auch eine Vor-Ort-Begehung erfolgen. Die Servicehotline steht ebenfalls weiter zur Verfügung. Mit kleinen Einschränkungen arbeitet der Werks-Kundendienst. Um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, werden bis auf Weiteres nur Störungseinsätze an Kälteanlagen und Wartungen sowie Inbetriebnahmen bei systemrelevanten Bereichen angefahren. Weitere Informationen aus dem Hause Brötje: www.broetje.de

COQON: Support über Telefon, Mail und Video-Chat

COQON, der Smart-Home-Anbieter aus Bremen, bietet dem Fachhandwerk mit einem kompetenten deutschsprachigen Support montags bis freitags von 9 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 0228 – 619 484 21, per E-Mail unter kundenservice@coqon.de und auch einene Installationshilfe, z.B. u.a. über Videochat eine Unterstützung an.Diese über die GC-Gruppe und die G.U.T.-Gruppe vertriebenen Smart-Home-Lösungen schaffen Sicherheit und Nähe zwischen den Menschen. Gerade in einer Zeit, in der zwischenmenschliche Begegnungen auf ein Minimum reduziert werden. Mehrere KfW-Förderprogramme unterstützen bei einer Investition in Altersgerechtes Wohnen, Einbruchschutz und Energieeffiziente Sanierung. Eine Beratung zu den Produkten ist über die vorgenannten Kontaktmöglichkeiten auch jetzt möglich. Helfen Sie als Fachhandwerker mit, dass Sicherheit und Komfort insbesondere für die älteren Generationen die Schwierigkeiten des Alltags abfedern. www.coqon.de

Pentair Jung Pumpen kommt ins Homeoffice

Ab sofort veranstaltet Jung Pumpen 30- bis 60-minütige Online- Seminare und vermittelt damit wertvolle Informationen zu unterschiedlichen Themen der Abwasserentsorgung. Die Webinare können die Fachseminare in Steinhagen nicht komplett ersetzen, bieten aber kompakte und anschauliche Wissensvermittlung, die jeder Interessierte von zu Hause konsumieren kann. Mit den neuen Webinaren bietet Jung Pumpen seinen Partnern im SHK-Handwerk, ebenso wie Tiefbauunternehmen, Architekten und Planern die Möglichkeit, Seminare - die sonst in Präsenzveranstaltungen in Steinhagen stattfinden - vom Homeoffice aus zu verfolgen. Dabei werden Fachthemen rund um die Abwassertechnik behandelt, wie z.B. Rückstauschutz, Barrierefreiheit und Fragen rund um die kommunale Abwassertechnik. Mit der Beteiligung von externen Referenten werden Fragen erörtert, wie das Handwerk in Zeiten der Corona-Krise Zuschüsse und Soforthilfen beantragen kann.

Webinare als Einstieg zum Seminar nach der Krise

„Die Webinare ermöglichen es - auch in den aktuellen Zeiten – über Trends, neue Produkte und Grundlagen informiert zu sein“, unterstreicht Marco Koch, Leiter Seminarwesen, der die Trainings unter normalen Umständen lieber im FORUM in Steinhagen mit Publikum durchführen würde. „Insofern bleibt die Hoffnung im Hause Jung Pumpen, dass diese Form der Wissensvermittlung Interesse weckt für das, was nach der Krise in Form von Präsenzveranstaltungen vor Ort weiter vertieft werden kann“, so Koch. In jedem Fall bietet das aktuelle Webinar-Programm auch denen einen Mehrwert, die generell den Aufwand einer ein- bis zweitägigen Reise scheuen und kurz und kompakt zu spezifischen Abwasserthemen informiert werden möchten. Die Teilnahme ist kostenlos und lässt sich ohne Installation einer speziellen Software durchführen. Ab sofort können die Webinare über die Jung Pumpen-Onlineakademie abgerufen werden: www.jung-pumpen.de/webinare  Individuelle Termine mit einzelnen Firmen können ebenso abgesprochen werden. Hierzu ist das Seminarteam telefonisch unter 05204/17-162 erreichbar oder per Mail an forum.jungpumpen@pentair.com. 

Villeroy & Boch AG: ViAcademy erweitert Online-Angebot

Die Villeroy & Boch Global Academy bietet über ihre Online-Plattform http://pro.villeroy-boch.com/webinare sämtliche Präsenz- und Online-Seminare an.
Aufgrund der momentan eingeschränkten Möglichkeit zum Besuch von Seminaren hat Villeroy & Boch nun das kostenlose Online-Angebot für alle Kunden aus Handel und Handwerk erweitert. Neben den bereits vorhandenen Online-Trainings wurden insbesondere die Webinare um zahlreiche Themen und Termine ergänzt. 
So können sich Kunden in Online-Live-Sessions von maximal einer Stunde Dauer z.B. über Produkte und Themen wie dem Dusch-WC ViClean-I 100, Küchenspülen, Hygiene, Materialkunde, Montage von Duschböden oder den Installationstechnologien ViConnect und SupraFix informieren.

ÖkoFEN Pelletakademie - Webinare anstelle von Schulungen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Praxis-Schulungen an den sieben bundesweiten Veranstaltungsorten der ÖkoFEN Pelletakademie derzeit ausgesetzt. Damit Fachhandwerker, Planer, Architekten, Energieberater und Schornsteinfeger dennoch alle relevanten Informationen erhalten, setzt der Pelletspezialist auf schon bewährte digitale Präsenz. „Mit unserem Webinarangebot haben wir bereits im vergangenen Jahr sehr viele positive Erfahrungen gemacht und begeistertes Feedback von unseren Kunden bekommen“, bestätigt Lothar Tomaschko, Geschäftsführer der ÖkoFEN Heiztechnik GmbH. Aufgrund dieser Kenntnisse konnten nun verschiedene Schulungsinhalte kurzfristig für die Online-Webinare aufbereitet werden. Für abgesagte Veranstaltungen im März, April und Mai finden ab Mai Ersatz-Webinare statt. Gut zu wissen: DENA-Punkte und die Zertifizierung als Pelletfachbetrieb werden auch für die Ersatz-Webinare vergeben. Nicht als Onlineschulung angeboten werden Wartungs- und Einbringungsschulungen. Für diese Praxis-Seminare werden derzeit Ausweichtermine im Sommer / Herbst an den regionalen Veranstaltungsorten geplant.Die Webinare bringen die gewünschten Seminarinhalte per Videostream an den eigenen Schreibtisch. Unmittelbar vor Beginn loggt sich der Teilnehmer am Computer ein und verfolgt am Bildschirm den Vortrag. Das gesamte Webinarprogramm findet sich online unter www.oekofen.com/de-de/webinare/

Dehoust: Trinkwassertrennstationen schützen vor Rückverkeimung

Dehousttrennstation

Stehendes Wasser birgt die Gefahr von Verkeimungen des Rohrnetzes. Nicht nur während des Corona-Lockdowns: Auch im alltäglichen Betrieb ist stehendes Wasser z.B. in Beregnungsanlagen eine Gefahr für die Trinkwasserhygiene, ebenso wie Rückverkeimungen durch Tiertränken und bei Reinigungseinsätzen. In all diesen Fällen sind Trinkwasser- Trennstationen der Klasse 5 zwingend vorgeschrieben. Diese sind kombiniert mit Druckerhöhungsanlagen, die den sicheren Betrieb gewährleisten. Trinkwasser-Trennstationen von Dehoust sind ausgerüstet mit Dehoust Connect zur sicheren Überprüfung und Steuerung der Anlagen. Über den Betriebszustand und eventuelle Betriebsprobleme werden sowohl Betreiber als auch der installierende Fachbetrieb über eine sichere Internetverbindung unterrichtet, um eine ständige Betriebssicherheit zu gewährleisten. Bei stark schwankenden Zulaufdrücken können große Behälter aus dem umfangreichen Dehoust Lieferprogramm helfen, die Wasserversorgung sicherzustellen. Dehoust Connect ist Bestandteil der neuen Dehoust APP, die kostenlos verfügbar ist.

Viessmann stellt Teile der Produktion auf Beatmungsgeräte, mobile Versorgungsstationen, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel um

Viessmann Beatmungsgerät

Im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie fertigt die Viessmann Gruppe in einem umgerüsteten Teil der Produktion nun – zusätzlich zu ihren Klima- und Energielösungen – auch Beatmungsgeräte, mobile Versorgungsstationen, Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel her. Max Viessmann, Viessmann Co-Chief Executive Officer: “Die Bekämpfung der aktuellen Pandemie erfordert Zusammenhalt, Teamgeist und Kreativität, um das Beste aus der aktuell herausfordernden Situation zu machen. Dass wir uns in Krisenzeiten unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und diese jetzt noch einmal verstärken, versteht sich von selbst. Denn das Ganze wird erst enden, wenn es für jeden beendet ist – und zwar weltweit. Die Art und Weise, wie wir heute mit der Coronakrise umgehen, wird darüber entscheiden, wie wir uns in Zukunft an diese Zeit zurückerinnern – hoffentlich mit Stolz und dem Bewusstsein, eine neue Dimension der Solidarität erreicht zu haben.” Dr. Markus Klausner, Chief Technology Officer Viessmann Climate Solutions: “Sämtliche Ideen kommen aus unseren eigenen Teams und unseren Partnern. Von der Kreativität unserer Mannschaft bin ich unglaublich beeindruckt. Es steckt viel Ingenieurskunst, Liebe zum Detail und hohe Zuverlässigkeit hinter all unseren Lösungen. Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken wurden bereits an den Landkreis übergeben. Die Entwicklung der Beatmungsgeräte erfolgt in enger Abstimmung mit Medizinern des Luisenhospitals, dem Akademischen Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät und dem Team von Prof. Dr. Dirk Müller vom E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen sowie weiterer Krankenhäuser. So erhielt man auf regionaler Ebene besonders vonseiten des Kreiskrankenhauses in Frankenberg (Eder) große Hilfestellung. Eine positive Eignungsbewertung seitens des Luisenhospitals liegt bereits vor. Für die jetzt gestartete Sonderzulassung arbeiten wir mit Unterstützung aus dem Bundesgesundheitsministerium mit dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizintechnik zusammen. Alle ziehen hier an einem Strang und zeigen hochdynamischen Einsatz, damit eine Serienproduktion schnellstmöglich umgesetzt werden kann. Nach erfolgter Sonderzulassung wäre eine Produktion von über 600 Stück pro Tag realisierbar.”

Portable Versorgungsstationen lassen sich schnell und überall aufstellen

Viessmann_Mobile Station

Die zur Unternehmensgruppe gehörende Viessmann Technologies bietet fortan auch modulare Versorgungsstationen an, die ebenfalls einen elementaren Beitrag zur Behandlung schwer erkrankter COVID-19-Patienten leisten können. Dank der vorgefertigten und modularen Bauweise können die Einheiten schnell installiert werden, sie stehen in Modulgrößen für einen oder zwei Patienten zur Verfügung. Diese portablen Versorgungsstationen können in Innenbereichen aufgebaut werden, beispielsweise in Messehallen oder Sportarenen, aber – mit einer entsprechenden Abdeckung – auch im Freien. (Fotos: Viessmann)

 


 

10. Statements und Aktionen aus der Branche zur Corona Krise

Das sagt Michael Hilpert, Präsident des  ZVSHK zur Corona Pandemie/Foto: ZVSHK

M Hilpert

Michael Hilpert, Präsident ZVSHK

DIE STUNDE DER SOLIDARITÄT

Das Corona Virus wirbelt derzeit alles durcheinander. Seine zerstörerische Kraft bedroht nicht nur die freiheitliche Form unseres Zusammenlebens. Nein, es lässt innerhalb kürzester Zeit gefestigte Strukturen unseres Wirtschaftslebens kollabieren. Die Lage ist ernst. Für alle! Auch für unsere Innungsbetriebe. Die arbeiten gegenwärtig hart dafür, vor allem wichtige und notwendige Notdiensteinsätze zu leisten. Ich möchte an dieser Stelle allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen hierfür meinen tiefen Respekt und meine Dankbarkeit ausdrücken. Es ist dies die Stunde der Solidarität, in der es gilt, zusammenzustehen und zu handeln. Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die erkrankt sind. Solidarität mit den Schwachen und Alten. Solidarität mit denen, denen die Folgen der Corona-Krise schon jetzt an die berufliche Existenz geht. Solidarität ist aber auch das Gebot des Handelns innerhalb unserer Verbandsorganisation und für unsere Betriebe untereinander. Nach langen Jahren des ungebrochenen wirtschaftlichen Aufschwungs und der vollen Auftragsbücher droht unserem Handwerk – wie allen anderen Branchen – ein tiefer wirtschaftlicher Absturz. Das mag den einen mehr, den anderen weniger hart treffen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir gemeinsam, mit der gesamten Kraft unserer Gemeinschaft dafür sorgen, dass wir die Existenz und den Fortbestand jedes unserer Betriebe sichern helfen. Das betrifft gerade auch die kleinen Betriebe und – ich sage das mit Bedacht – es gilt in dieser Stunde auch für die nicht organisierten Betriebe unseres Handwerks. Erforderlich ist schnelle finanzielle Hilfe, die betroffenen Betrieben auf unbürokratische Weise Liquidität verschafft. Die Politik hat eine Vielzahl an Finanzhilfen in Aussicht gestellt und beschlossen. Aber die Zeit drängt; die Mittel müssen jetzt verfügbar gemacht werden und abgerufen werden können. Die gesamte Handwerksorganisation arbeitet daran. Auch hier lässt das Gebot der Solidarität früher schon mal vorkommende Differenzen oder Eifersüchteleien zwischen verschiedenen Organisationsformen oder Gewerken verschwinden. Wir arbeiten alle mit Hochdruck und vollem Einsatz daran, diese bisher nie dagewesene Krise und ihre Folgen gemeinsam zu bewältigen. Der Zentralverband, seine Landes- und Fachverbände und die angeschlossenen Innungen bieten ein Höchstmaß an aktuellen Informationen und Hilfestellungen für die organisierten SHK-Betriebe. Ich kann meinen Kolleginnen und Kollegen nur dringend raten. Nehmen Sie diese Hilfe an. Treten Sie in Kontakt mit Ihrer Innung und Ihrem Fachverband. Stellen Sie hier die Fragen, auf die Sie zurzeit am dringendsten eine Antwort brauchen. Geben wir uns gemeinsam einen festen Halt in schweren Zeiten! 

Das sagt Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK zur Corona Pandemie /Foto: ZVSHK

H Bramann

Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer ZVSHK

Corona und die KRITIS!

Das Virus und seine dramatischen Folgen stellen alles in den Schatten, was diese Republik und ihre Gesellschaft in den vergangenen 75 Jahren erlebt hat. Unser soziales Leben steht still. Unserer Wirtschaft droht bald der völlige Stillstand, wenn sich an der aktuellen Situation in den nächsten Wochen nichts zum Positiven verändert. Corona, Corona, Corona – und sonst nichts! Das Virus hat alle anderen Themen, die noch vor geraumer Zeit die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen in unserem Land bestimmt haben, pulverisiert! Wie kann es auch anders sein. Es geht sprichwörtlich um Leben und Tod. Die strengen Regulierungen, Verordnungen und Maßnahmen zur Virusbekämpfung sind gerechtfertigt! Auch wenn sie unsere Freiheitsrechte massiv beschneiden. Hier unterstütze ich ausdrücklich das entschlossene Agieren von Bund und Ländern. Aber wie lange werden wir das durchhalten? Einen Monat, zwei Monate, ein Vierteljahr? Ein Shutdown unserer Wirtschaft über einen längeren Zeitraum ist nicht durchzuhalten. Wir alle brauchen schnellstmöglich eine Perspektive, einen verlässlichen Ausblick, wann es wie weiter gehen kann. Wann wir langsam damit beginnen können, uns wieder auf „normale“ Zeiten einzustellen. Dieser Zeitpunkt wird umso früher kommen, desto überzeugter wir jetzt die Virusausbreitung verhindern. Unser Handwerk stellt dies vor eine riesengroße Herausforderung – größer noch als die der auf lange Sicht drohenden wirtschaftlichen Folgeschäden des Virus. Denn unser Handwerk ist de facto Teil der sogenannten kritischen Infrastruktur (KRITIS), ohne indes bisher von der Politik offiziell dazu bestimmt worden zu sein. Gesundheit, Trinkwasser, Hygiene, Wärme, Energie – lebenswichtige Faktoren, die die kritische Infrastruktur definieren, sind Arbeitsfelder unserer Betriebe. Krankenhäuser, Pflegeheime, Lebensmittelbetriebe, öffentliche Verwaltung – diese ganzen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur benötigen zur Aufrechterhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit die Unterstützung unserer Handwerksbetriebe. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass wir gerade für Notdiensteinsätze zur Gefahrenabwehr behördliche Vorgaben für unsere Arbeit erhalten. Eine offizielle Zuordnung des SHK-Handwerks und seiner Lieferkette zur KRITIS ist aus unserer Sicht zwingend. Wie sollen zum Beispiel notwendige Reparaturmaßnahmen in Altenheimen oder Quarantänebereichen überhaupt noch durchgeführt werden, wenn diese abgeschottet sind? Das Corona Virus zeigt uns gegenwärtig allen, wie anfällig unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unser Sozialwesen bei einer solchen umfassenden Bedrohungssituation sind. Wir sollten daher alle Kräfte bündeln, um die Eindämmung der Corona Pandemie so schnell wie möglich zu erreichen. In den Institutionen der KRITIS arbeiten Millionen von Beschäftigten, um unsere Gemeinwesen stabil und sicher zu halten. Die Frauen und Männer unseres Handwerks unterstützen diese im eigenen selbstlosen Einsatz. Die Politik bleibt aufgefordert, ihnen diese Arbeit mit schnell zu erlassenden behördlichen Regelungen zu vereinfachen. 

Thomas Werner, persönlich haftender Gesellschafter der Cordes & Graefe KG, der Holding der GC-GRUPPE zur Corona Pandemie/Foto: GC Gruppe

T Werner

Thomas Werner, persönlich haftender Gesellschafter der Cordes & Graefe KG, der Holding der GC Gruppe

Es sind außergewöhnliche Zeiten: Das Corona-Virus und seine Auswirkungen auf unser Leben und unsere Gesellschaft sind heftig und begegnen uns allerorten. Im Fernsehen laufen die Sondersendungen in der besten Sendezeit, in unserem Alltag sind Abstand und Schutzmaßnahmen zum ersten Gebot der Stunde geworden. Gesellschaft braucht Wirtschaft. Damit diese möglich bleibt, müssen wir nun umdenken und unser Geschäft so gestalten, dass wir handlungsfähig sind. Das geht in diesen Zeiten nur mit echter Solidarität. Die Regierung hat in diesem Sinne ein großes Hilfspaket geschnürt. Es sollte keine Tabus geben, diese Maßnahmen anzunehmen. Und nicht nur das. Wir müssen jetzt zusammen unsere Kräfte mobilisieren, jenseits der Einzelinteressen Wissen teilen und damit gemeinsam diese Ausnahmesituation meistern. Das gilt für unsere Branche und weit darüber hinaus. Die Partner im dreistufigen Vertriebsweg stehen vor einer großen Aufgabe und tragen gemeinsam Verantwortung. Unsere Räder müssen mehr denn je ineinandergreifen, unser Fokus darauf liegen, dass jeder seine Möglichkeiten in diesem Sinne maximal ausschöpft. Alle für alle. Die Gesellschaft profitiert vom Know-how, von der Logistik und nicht zuletzt von den Produkten der Fachschiene. Gemeinsam sorgen wir für Schutz und Austausch. Denn fast jede Leistung können wir auch mit dem notwendigen Abstand bieten: am Telefon, per Mail, über sehr kontaktferne bis sogar gänzlich kontaktlose Übergaben und natürlich voll digital. Ob Desinfektionssprays, Dusch-WC, berührungslose Armaturen oder moderne Lüftungsgeräte – die Gesellschaft verlangt nach Lösungen, nach Wegen, damit die Zahl der Infizierten nicht exponentiell in die Höhe schnellt. Und nach schneller, unkomplizierter Verfügbarkeit. Ungewöhnliche, kreative Lösungen sind jetzt gefragt. Sorgen und Ängste treiben die Menschen um, davon sind auch wir nicht frei. Die Kommunikation untereinander, die gemeinsame Suche nach Antworten auf drängende Fragen ist mehr denn je gefordert. Im Dialog und über digitale Plattformen wie diese. Seien wir offen, seien wir konstruktiv, denken wir an andere. Darauf kommt es an. Zusammenhalt ist das Gebot der Stunde. Ein gesunder Weg in Zeiten des Corona-Virus.

 

Statement von Bernd Reinke, Sprecher der G.U.T.-GRUPPE/Foto: G.U.T.-Gruppe)

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Bernd Reinke, Sprecher der G.U.T.-Gruppe

Das Leben, wie wir es kennen, ist aus den Fugen geraten. Supermarktregale sind leergekauft, ­­Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen, Großveranstaltungen bereits Monate im Voraus abgesagt – die Corona-Krise und ihre Auswirkungen sind allerorts deutlich spürbar. Menschen bangen nicht nur um ihre Gesundheit, sondern sehen auch ihre Existenz gefährdet. Eine belastende Situation, die der Bevölkerung immer mehr zusetzt. Um zusätzliche Schäden zu vermeiden, muss der Alltag – wo immer es möglich ist – weiterlaufen. Auch unsere Branche trägt hier eine große gesellschaftliche Verantwortung. Denn ganz gleich ob die Gewährleistung von Trinkwasserhygiene, einwandfreie Energieversorgung oder notwendige Reparaturen: Mit seiner Arbeit erhält das Fachhandwerk Tag für Tag wichtige Systeme und Infrastrukturen. Unsere Pflicht wiederum ist es – trotz verschärfter Bedingungen – für eine zuverlässige Logistik auf Deutschlands Baustellen zu sorgen. Hier kommt uns vor allem die konsequente Weiterentwicklung der Digitalisierung in den vergangenen Jahren zu Gute. So können viele Abläufe unseres Daily Business‘ mittlerweile auch ohne persönlichen Kontakt vollzogen werden. Angefangen von der Bestellung im Webshop bis zur kontaktlosen Lieferung direkt in das Monteurfahrzeug. Und weil gerade in Zeiten sozialer Isolation der Wunsch nach zwischenmenschlichem Austausch immer größer wird, halte ich auch dieses Portal für eine hervorragende Idee. Nutzen wir es als Plattform, um uns gegenseitig zu unterstützen, Fragen zu beantworten und Mut zu machen. Denn nur gemeinsam werden wir die Krise meistern.

Wilo: Einrichtung eines globalen Solidaritäts-Fonds 

Wilo Oliver Hermes

Oliver Hermes, CEO der Wilo Gruppe und Vorsitzender des Kuratoriums der Wilo-Foundation/Foto: Wilo

Die Corona-Pandemie zeigt, dass es zwar Hunderte von Staaten und Tausende von Regionen gibt, aber inzwischen bloß nur noch eine einzige Gesellschaft. Deshalb ruft der Vorstandsvorsitzende und CEO der Wilo Gruppe, Oliver Hermes, dazu auf, der Corona-Krise innerhalb der Unternehmensgruppe mit Disziplin, Sachlichkeit und Bescheidenheit, aber vor allem mit Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit zu begegnen. Der Vorstand der WILO SE hat im Zeichen der Solidarität entschieden auf 50% seiner variablen Vergütung in diesem Jahr zu verzichten. Diese Beträge wird der Vorstand einem eigens gegründeten Wilo-Solidaritäts-Fonds spenden. „Dieser Fonds soll insbesondere den Berufsgruppen in der Wilo Mitarbeiterschaft als Prämie zu Gute kommen, die in der Corona-Krise besonderen Risiken ausgesetzt sind“, erläutert Oliver Hermes. Auch Dr. E.h. Jochen Opländer, Aktionär und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der WILO SE und Stifter der Wilo-Foundation, begrüßt die Entscheidung und erklärt sich dazu bereit, sich gemeinsam mit seiner Familie am Wilo-Solidaritäts-Fonds mit einer großzügigen Spende zu beteiligen. Darüber hinaus wird die WILO SE dem globalen Solidaritäts-Fonds weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Management die Möglichkeit gegeben, ihren Beitrag zu leisten. Zeitgleich haben die Anteilseigner der Wilo SE vereinbart, deren Mehrheitsaktionärin die Wilo-Foundation ist, dieses Jahr etwa 80% der Dividende im Unternehmen zu belassen und den Rest zeitlich gestreckt auszuschütten. „Die Anteilseigner der Wilo SE setzen damit ein starkes Signal in schwieriger Zeit und beweisen inmitten der Corona-Krise ihre Flexibilität und Solidarität“, so der Wilo-Chef Oliver Hermes, der seit April 2019 die Funktion des Vorsitzenden des Kuratoriums der Wilo-Foundation innehat.

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Grundfos Stiftung spendet 1,64 Mio. Euro und in einer 2. 

Kim Nohr Skibsted_Grundfos

Kim Nohr Skibsted, Executive Director der Poul Due Jensen Foundation/Foto: Grundfos

Die Stiftung überweist als Soforthilfe an das internationale Komitee des Roten Kreuz (IKRK) umgerechnet ca. 670.000 Euro, an UNICEF ebenfalls ca. 670.000 Euro und an das dänische Rote Kreuz ca. 200.000 Euro. Zusätzlich fördert die Stiftung Abwasseraufbereitungsanlagen mit ca. 100.000 Euro für zwei Krankenhäuser in der chinesischen Provinz Hubei. Der größte Teil der Gelder wird verwendet für den Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus in Entwicklungsländern, in denen die öffentliche Gesundheit weitaus anfälliger ist als in Europa. Unicef bietet medizinische Versorgung und versucht die Verbreitung des Virus zu verhindern. Die Bereitstellung von WASH-Einrichtungen (Wasser, Sanitäranlagen, Hygiene) und die Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen der Bevölkerung (Händewaschen, soziale Distanz, Verhaltensänderungen) sind entscheidend, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen und die Stigmatisierung zu bekämpfen. Außerdem arbeitet Unicef mit Behörden und anderen Partnerorganisationen zusammen, um Fehlinformationen zu verfolgen und darauf zu reagieren. Zudem fördert Unicef mit der Initiative „Humanitäre Aktion für Kinder“ nationale Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 durch die Bereitstellung von Hilfsgütern für bedürftige öffentliche Gesundheitssysteme und für eine künftige Wiedereröffnung von Schulen und Bildungseinrichtungen. Das IKRK sorgt für lebenswichtige WASH-Einrichtungen und für eine medizinische Versorgung in Konfliktgebieten, Flüchtlingslagern und anderen Orten, die für nationale und lokale Behörden nicht erreichbar sind. Das IKRK verfügt über langjährige und allgemein anerkannte Erfahrungen durch seine Arbeit in Konfliktgebieten und unter sonstigen schwierigen Verhältnissen. In kriegszerrütteten Ländern stellt COVID-19 eine ernsthafte Lebensgefahr dar. Die Gesundheitssysteme sind bereits durch Gewalt zerstört worden, und die drohende weitere Belastung der Gesundheitsversorgung durch das Corona-Virus stellt ein gewaltiges Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Das Dänische Rote Kreuz hilft isolierten oder unter Quarantäne gestellten Personen und Familien bei täglichen Routinearbeiten, wie Einkaufen, Ausführen des Hundes oder Abholen von Medikamenten. Darüber hinaus wird ein digitaler Dienst eingerichtet, der die vielfältigen sozialen Aktivitäten ersetzen soll, die in Dänemark von den Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen sind. Zudem hat die Stiftung ca. 100.000 Euro für die Desinfektion und medizinische Abwasseraufbereitung im ersten kommunalen Volkskrankenhaus der Stadt Xiantao und im ersten kommunalen Volkskrankenhaus der Stadt Jingmen zugesagt, um die Provinz Hubei dabei zu unterstützen, sich nach dem Ausbruch des Corona-Virus wieder zu erholen. Die genannten Finanzhilfen sollen der Auftakt zu einer Reihe von COVID-19-bezogenen Spenden der Grundfos Stiftung sein.

Weiteres Spendpaket

Die Grundfos Stiftung (Poul Due Jensen Foundation) spendete in einem zweiten Paket umgerechnet weitere ca. 2,34 Mio. Euro für Maßnahmen, um die Schäden der COVID-19-Pandemie zu begrenzen. Als Soforthilfe wurden ca. 2,1 Mio. Euro für WASH-Einrichtungen und ca. 240.000,- Euro für die Forschung an der Universität Aalborg bereitgestellt. Seit Ostern werden zudem je nach Bedarf bis zu 5.000 Gesichtsschutzvisiere täglich produziert, damit Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich sich und Patienten vor einer Corona-Infektion schützen können.

Statement von COQON-Geschäftsführer Robert Daumoser, Geschäftsführer COQON GmbH & Co. KG

Robert Daumoser_COQON

COQON Geschäftsführer Robert Daumoser/Foto: Coqon

Corona hat unser Leben verändert, unser Miteinander aufs Nötigste beschränkt. Die Schlagzeilen überschlagen sich. Was ist noch möglich, was sollte in der derzeitigen Ausnahmesituation unbedingt vermieden werden? Keine Frage, es gibt nur die eine Option: Der Schutz unserer Gesundheit steht an alleroberster Stelle. Deutschlands Fachhandwerker haben eine große Verantwortung – bei aller notwendigen Vorsicht, sich und Dritte zu schützen. Denn es liegt in ihren versierten Händen unsere Wohnungen und Häuser so auszustatten und zu optimieren, dass unser Interagieren aufrechterhalten bleiben kann. Wir müssen uns zwar weitgehend in unsere eigenen vier Wände zurückziehen – gerade deshalb sind Kommunikation und Austausch, sich miteinander verbunden zu fühlen, wichtiger denn je. Gerade unsere älteren Generationen, die ohnehin schon Einschränkungen in Sachen Mobilität erfahren und häufig auf Unterstützung angewiesen sind, sind in dieser schwierigen Situation noch weniger mobil und noch mehr auf sich allein gestellt. Sinnvollen Support kann hier ein leicht zu installierendes und letztlich auch funktionierendes Smart-Home-System bieten. Denn Smart-Home-Lösungen können bei der extremen gesellschaftlichen Ausnahmesituation, wie der jetzigen, die Brücke zwischen den Generationen sein, entweder um die Kommunikation miteinander aufrecht zu halten. Oder verlässliche Sicherheit einziehen zu lassen. Wir haben die intelligenten Lösungen dafür. Sei es der einfache Wandtaster, der von der ersten Etage das komplette Erdgeschoss erhellt, und somit Orientierung verschafft. Oder der Bewegungsmelder, der beim Vorbeigehen den sicheren Weg durchs Haus ebnet. Dabei geht nicht allein ums Kontrollieren, sondern vor allem darum, vorbeugend zu handeln. Der kurze Videochat von Handy zu Handy ist eine Maßnahme, um den Austausch auch von Gesicht zu Gesicht aufrechtzuerhalten. Verlässt die pflegebedürftige Mutter zur ungewohnten Zeit beispielsweise aber ihre Wohnung, folgt unmittelbar eine Nachricht aufs Smartphone der Tochter – und der Kontakt für die Nachfrage ist schnell hergestellt. Oder die Videokamera wird aktiviert, um aus der Distanz zu überprüfen, ob nach einem Sturz etwa Unterstützung notwendig ist. Der installierende Fachmann weiß es: Wer in Komfort und Sicherheit seiner eigenen vier Wände investiert, dazu gehört auch der Schutz vor unliebsamen Gästen, bekommt noch finanziellen Rückenwind: Über die KfW ist ein Zuschuss für Maßnahmen zum Altersgerechten Wohnen, Energieeffizienter Sanierung oder Einbruchschutz möglich, also auch für Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Videokameras. Mein Appell ans deutsche Fachhandwerk: Diese Chancen zu nutzen, um das gesellschaftliche Miteinander über Smart-Home-Technologie aufrechtzuerhalten. Unsere Unterstützung steht: Die Lager sind umfassend bestückt, unser Service steht wie gewohnt zur Verfügung. Auch wenn der Tunnel länger und länger erscheint – irgendwann wird auch wieder Licht zu sehen sein.

 

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